Nokia 6300

Ende November 2006 stellte Nokia sein neues Modell Nokia 6300 dem Fachpublikum vor. Es handelte sich um ein Modell der mittleren Preislage und wurde auf Grund seines modischen Designs, der umfassenden Ausstattung und der guten Qualität in der großen Mehrheit der Testberichte sehr positiv beurteilt. Erste Geräte des neuen Modells wurden in Deutschland ab Februar und März 2007 verkauft und überzeugten auch die Handynutzer. Seither hat sich das Nokia 6300 zu einem Bestseller in Sachen Mid-Price-Handy entwickelt.

Nokia 6300 – stylisch und kompakt
Nokia 6300

Beim Nokia 6300 handelt es sich um ein Handy in klassischer Barrenform mit abgerundeten Ecken. Es ist nicht ganz so dünn wie die neusten ultraflachen Handys, aber mit nur 1,31 cm Dicke immer noch sehr kompakt. Mit seinen Maßen von 10,65 cm x 4,35 cm passt es bequem in die Innenfläche der Hand und fällt mit nur 91 Gramm kaum ins Gewicht.

Äußerlich fällt das Nokia 6300 durch seine schwarzglänzende Displayumrandung aus Kunststoff sowie einen schwarz abgesetzten Bereich am Rand und auf der Rückseite auf, eingerahmt von einer Edelstahlfassung. Während sich in den Elementen aus Edelstahl Fingerabdrücke kaum abzeichnen und Kratzer wenig auffallen, sind allerdings die hochglänzenden schwarzen Designelemente aus Kunststoff leider sowohl für Fingerabdrücke als auch für Kratzer sehr anfällig.
Der Tastenblock ist ebenfalls im Edelstahldesign gehalten und liegt leicht vertieft. Obwohl die Tasten recht klein sind, lassen sie sich dank ihres gut spürbaren Druckpunktes und der Beleuchtung jederzeit leicht und zuverlässig bedienen.
Das Display verfügt über eine Auflösung von 240 x 320 Pixeln und nimmt den größten Teil der oberen Hälfte des Handys ein. Mit 16,7 Millionen Farben können Fotos und Videos brillant wiedergegeben werden.Rückseite des Nokia 6300

Zwischen Display und Tastenblock befindet sich die für Nokia-Handys typische Vierrichtungstaste zur Steuerung in Menüs sowie rechts und links daneben die insgesamt vier weitere Funktionstasten.
Auf der Rückseite fällt die Linse der integrierten Kamera ins Auge, leider nicht perfekt vor Kratzern geschützt.Seitenansicht Nokia 6300

Ein weiteres auffälliges Designelement sind die seitlichen Lämpchen, die bei eingehenden Anrufen und SMS aufblinken. Unauffällig stellt sich dagegen die seitliche Lautstärkeregelung dar, die es erlaubt, eine passende Einstellung notfalls auch mitten im Gespräch sehr einfach vorzunehmen, was insbesondere unterwegs in lauter Umgebung einen großen Pluspunkt des Handys darstellt.

Nokia 6300 – rundum gut ausgestattet
Zum Lieferumfang des Nokia 6300 gehört neben dem Handy selbst ein Akku, ein Ladegerät, ein Headset sowie die Bedienungsanleitung und eine CD-Rom mit der Software Nokia PC-Suite für die komfortable Datenübertragung auf den PC und die Handyverwaltung vom PC aus. Auch eine microSD-Speicherkarte mit 128 MB Speicherkapazität liegt bei.

Nach Angaben des Herstellers soll der Akku bei voller Ladung bis zu 14,5 Tage im Standby-Betrieb halten oder bis zu 3,5 Stunden Sprechzeit ermöglichen. Im Praxistest liegen diese Werte meist ein wenig niedriger. In dieser Hinsicht ist das Nokia 6300 leider nur Mittelmaß in seiner Handyklasse. Dafür dauert die vollständige Aufladung des Akkus auch nur wenig mehr als zwei Stunden.

Das Nokia 6300 ist ein klassisches Tribandhandy und funktioniert nur in den GSM-Netzen. Als einer der größten Minuspunkte dürfte sich für viele Nutzer daher die fehlende UMTS-Fähigkeit darstellen. Immerhin nutzt das Nokia 6300, sofern das gewählte Mobilfunknetz das unterstützt, EDGE, was eine schnelle Datenübertragung mit bis zu 200 Kbit pro Sekunde auch in GSM-Netzen ermöglicht.

Rotes Nokia 6300 von der SeiteDas Nokia 6300 verfügt über einen internen Speicher von nur 8 MB. Die im Regelfall bereits beiliegende microSD-Speicherkarte von 128 MB kann ausgetauscht werden gegen eine von bis zu 2 GB Speicherkapazität, was selbst für die anspruchsvollsten Nutzer im Normalfall ausreichen sollte.
Der Datenaustausch mit dem PC kann, abgesehen vom Umstecken der Speicherkarte, wahlweise über Bluetooth oder über USB-Verbindung erfolgen. Leider ist das Mini-USB-Kabel für diese besonders einfache Möglichkeit des Datenaustauschs im Lieferumfang des Handys nicht enthalten.

Das Menüsystem orientiert sich an der für Nokia typischen Aufteilung und stellt sich daher für den Nutzer übersichtlich und leicht bedienbar dar. Aussagekräftige Bezeichnungen und eine intuitive Anordnung der Funktionen erlauben eine schnelle Navigation bis auf die untersten Menüebenen. Eigene Inhalte, auch die der Speicherkarte, finden sich unter dem Menüpunkt „Galerie“.

Die wichtigsten Organizerfunktionen, Kalender mit Erinnerungsfunktion, zum Kontaktmanagement ausgebautes Telefonbuch sowie Notizbuch, sind vorhanden und sowohl im Handy leicht verwendbar als auch über die Nokia-PC-Suite leicht vom PC aus einstellbar.

Angenehm fällt auch auf, dass der Nutzer zwei der vier Funktionstasten selbst auf einfache Weise mit den für ihn wichtigsten Funktionen belegen kann. Nur die Tasten für Aufbau der Verbindung und Abbau der Verbindung als Grundfunktionen jedes Handys sind sinnvollerweise vorgegeben.

Das Nokia 6300 bringt einen MP3-Player mit integriertem UKW-Radio mit. Die gängigen Formate (MP3, MP4, ACC, ACC+, eACC+ sowie H.263 und H.264) werden unterstützt, so dass das Handy durchaus als Ersatz für einen einfachen MP3-Player herhalten kann. Die Klangqualität ist sowohl für Sprache als auch für Musik erstaunlich gut. Durch die einfache Lautstärkeregelung mit Hilfe des seitlichen Schiebereglers bewährt es sich auch im alltäglichen Einsatz unterwegs. Weiterhin ist es möglich, Sprache aufzuzeichnen, wobei jedoch die Lautstärke der Aufnahme nur dann gut ist, wenn der Nutzer direkt ins Mikrofon spricht.

In guter Qualität werden auch die Klingeltöne abgespielt, wobei das Nokia 6300 neben MP3- und MIDI-Klingeltönen auch den Einsatz selbst aufgenommener Klingeltöne erlaubt.

Nokia 6300 RotWeiterhin verfügt das Nokia 6300 über eine Kamera mit einer Auflösung von bis zu 1600 x 1200 Pixel (2 Megapixel) und bis zu 8-fachem digitalen Zoom. Das brillante Display hilft bei der Aufnahme und ermöglicht die Wiedergabe der Fotos in ausreichend guter Qualität direkt auf dem Handy. Positiv mit Blick auf den Speicherverbrauch ist die Möglichkeit, die Auflösung auch stufenweise niedriger zu stellen, bis hinunter auf 160 x 120 Pixel. Videoaufnahmen sind mit einer Auflösung von 176 x 144 Pixel möglich.
Die Funktionen der Kamera sind vielfältig. Negativ macht sich das Fehlen eines Blitzes bemerkbar. Teilweise ausgeglichen wird das jedoch durch die zahlreichen Fotooptionen, die neben Effekteinstellungen auch einen Nachtmodus anbieten, der auch ohne Blitz akzeptable Fotos bei mäßiger Beleuchtung erlaubt.

Nokia 6300 – Preise und Optionen
Ohne Vertrag ist das Nokia 6300 direkt bei Nokia für derzeit 239 Euro erhältlich, bei großen unabhängigen Händlern bekommt man es inzwischen aber auch schon ab ca. 165 Euro.
Auf Grund seiner großen Beliebtheit wird das Nokia 6300 jedoch auch häufig als kostenloses Handy zu einem Vertrag angeboten. Auch im Zuge einer Vertragsverlängerung ist es bei vielen Anbietern kostenlos oder gegen eine geringe Zuzahlung erhältlich.